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Dezember 2015

Top Ten Thursday

TTT #5 10 Bücher, die besser / schlechter waren als deren Verfilmung

Diese Woche fiel die Auwahl für die Aktion von Steffis-Bücherbloggeria relativ einfach, denn es gibt so viele Bücher, die Vorlagen für gute oder schlechte Filme waren. Alle Infos zu dieser Aktion findet ihr hier.Wieder habe ich versucht etwas ungewöhnliche Titel herauszusuchen, denen ich eine (Wieder-)Entdeckung gönne.

William Hjortsberg: Angel Heart 

Einer meiner Lieblingsfilme der 80er-Jahre mit dem damals noch gut anzusehenden Mickey Rourke und dem (wie fast immer) genialen Robert DeNiro (Regie: Alan Parker).
Eines der wenigen Bücher, die ich gelesen habe, nachem ich den Film gesehen habe. Für mich ein moderner Klassiker der Grusel-/Schauerliteratur und eine noch bessere Verfilmung

Ira Levin: Rosemaries Baby 
Und noch ein weiterer Genreklassiker für alle Gruselfans. Der Film hat zwar schon einige Jahre (Produktion 1968) auf dem Buckel, ist aber noch unverändert extrem beängstigend (Regie: Roman Polanski). Auch hier hat mir der Film besser als das Buch gefallen.

Goscinny & Sempé: Der kleine Nick
Den kleinen Nick muss man einfach lieben. Der kleine Frechdachs hält Lehrer, Eltern und Mitschüler ganz schön auf Trab, ohne je bösartig zu sein. Einfach prima Bücher für Kinder jeden Alters! Das man die liebevolle Stimmung der illustrierten Bücher auch mit realen Schauspielern einfangen kann beweist die Verfilmung aus dem Jahre 2009. Hier ist beides gut, aber den echten Nick kann nichts toppen.

Patricia Highsmith: Der talentierte Mr. Ripley
Eines meiner Lieblingsbücher. Die Verfilmung mit Starbesetzung (Matt Damon, Gwyneth Paltrow, Cate Blanchett, Jude Law, Philip Seymour Hoffmann) weicht in einigen Punkten deutlich von der Romanvorlage ab, funktioniert aber trotzdem hervorragend. Hier darf Matt Damon zeigen, dass er wirklich schauspielern kann.

Truman Capote: Frühstück bei Tiffany
Das Buch war schon gut, aber welches Buch kann schon Audrey Hepburn + Moon River toppen?
Also: Dringend anschauen „Sonst luf ich das Übelfallkommando“

 

Thomas Harris: Das Schweigen der Lämmer 
Gutes Buch, allerdings um Längen geschlagen von dem genialen Anthony Hopkins und der nicht minder begabten Jodie Foster. 1992 wurde die Verfilmung mit fünf Oscars in den wichtigsten Kategorien ausgezeichnet (Bester Film, bester Hauptdarsteller, beste Hauptdarstellerin, beste Regie, bestes Drehbuch).

J.R.R. Tolkien: Der Herr der Ringe
Das kommt heraus, wenn ein absoluter Fan eines Buches (Peter Jackson) die Mittel und die Fähigkeiten hat, eine Verfilmung nach seinen Vorstellungen umzusetzen. Zumindest in der Extended-Version kommt der Film schon der perfekten Verfilmung sehr nahe. Hardcore-Tolkien-Fans vermissen weiterhin Tom Bombadil, ich konnte es verschmerzen.

Stephen King: Shining
An dieser Verfilmung scheiden sich die Geister. King selber hat sie mal als „schlechteste aller seiner Verfilmungen“ bezeichnet. Er führte dies hauptsächlich auf die Wahl von Jack Nicholson als Hauptdarsteller zurück, da dieser -auch durch seine vorherigen Rollen- bereits von Anfang an sehr verrückt wirkt. Im Buch wird dies erst duch den Einfluss des unheimlichen Overlook-Hotels und seiner blutigen Vergangenheit ausgelöst.
Kurios: Die berühmte Szene, in der Nicholson versucht sich mit einer Axt einen Weg durch die Badezimmertür zu seiner Frau und seinem Sohn zu bahnen, wurde insgesamt 127 mal wiederholt bis sie endlich den Ansprüchen des Regisseurs Stanley Kubrick genügte. Damit steht sie bis heute im Guinnessbuch der Rekorde.
Für mich war das Buch besser als der Film. Aber auch die Verfilmung enthält einige unvergessliche Momente der Filmgeschichte.

 

Stephen King: Frühling, Sommer, Herbst und Tod
Bereits in diesen, erstmals 1982 veröffentlichen, vier Novellen beweist King, dass er am besten ist, wenn er Geschichten schreibt, die ganz offensichtlich nichts mit dem sog. Horror-Genre zu tun haben. Aus dem Band wurde drei Novellen verfilmt. Sowohl „Die Verurteilten“ als auch „Stand by me“ sind fast noch besser als ihre Vorlagen.

Stefan Aust: Der Baader-Meinhof-Komplex
Kann man ein Sachbuch als Spielfilm verfilmen?  Durchaus und die ganze Riege der jungen deutschen Schauspieler ist dabei und bringt Stimmung und Personen der damaligen Zeit perfekt auf die Leinwand. Trotzdem hat mir das Buch besser gefallen, da es mehr in die Tiefe geht. Aber eigentlich kann man beides nicht vergleichen.