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Dezember 2016

Top Ten Thursday

Meine Top 10 der TV-Serien TTT #14

collage2Diese Woche geht es in meiner Top-Ten-Liste mal nicht um Bücher. Aber neuerdings wird ja immer wieder behauptet, dass Serien die neuen Romane sind und wenn man einen Blick auf meine Liste wirft, scheint dieser Vergleich nicht zu weit hergeholt. Im Gegensatz zu den älteren Fernsehserien, bei denen in jeder Folge eine abgeschlossene Geschichte erzählt wird, erzählen die neueren Fernsehserien in mehreren Episoden meistens eine zusammenhängende Geschichte in dessen Zentrum der oder die Protagonisten und deren Entwicklung steht, oftmals ergänzt um zahlreiche Nebencharaktere und -handlungen. Also so, wie wir es auch von guten Romanen erwarten. Welche Möglichkeiten in dieser Form des Geschichtenerzählens steckt, machen – natürlich – wieder die Amerikaner vor.  Viele der kreativen Köpfe in der amerikanischen Filmindustrie arbeiten inzwischen lieber für das Fernsehen, da dort die gestalterischen Freiheiten einfach viel größer als bei einem Kinofilm sind.

Alle Einzelheiten zur TTT-Aktion (TopTenThursday) findet ihr auf dem Blog von Steffi.

Meine Top-Ten präsentiere ich heute mal in Form von Trailern zu den Serien , leider habe ich nicht zu allen vernünftige deutsche Clips gefunden, ich hoffe, ihr verzeit mir das. Hier also zehn geniale Romane zum Anschauen (o.k., bei Tatortreiniger handelt es sich wohl eher um Kurzgeschichten):

Twin Peaks

Vorreiter für die neue Art der Fernsehserie waren David Lynch und Mark Frost, die sich mit der 1990 und 1991 erstmals ausgestrahlten Fernsehserie getraut haben, mit der üblichen Serientradition zu brechen. Sie mischen die verschiedenen Genres der Krimi-, Mystery- und Horrorserien, fügen noch eine Portion Seifenoper hinzu und kreieren daraus etwas völlig Neues.

Zur Handlung: Hauptthema ist die Aufklärung des Mordes an der Schülerin Laura Palmer durch den FBI-Agenten Dale Cooper. Seine Ermittlungen führen ihn in die dunklen Abgründe des idyllischen Ortes Twin Peaks. Der Zuschauer erhält einen tiefen Einblick in das Beziehungsgeflecht aller mit Laura Palmer in Verbindung stehenden Personen. Im späteren Verlauf der Serie kommen nach und nach immer mehr surreale Elemente hinzu. Die Serie besteht nur aus zwei Staffeln sowie einem später gedrehten Film, der den letzten Tag von Laura Palmer erzählt.

In einer der ersten Folgen der Serie trifft Cooper in einer Traumsequenz auf Laura Palmer, die ihm prophezeit „I’ll see you again in 25 years.“ Und tatsächlich wird es 2017 ein Wiedersehen geben, denn dann soll die dritte Staffel auch hier bei uns zu sehen sein. Man darf gespannt sein. Hier der Trailer zu der zuletzt veröffentlichten Blu-Ray-Box, die das gesamte bisherige Serienmaterial sowie den Film „Fire walk with me“ enthält.

Stranger Things

Amerikanische Kritiker schrieben hierzu „die Serie, die Steven Spielberg und Stephen King niemals gemacht haben“. Und tatsächlich wirkt sie auf wundervolle Art aus der Zeit gefallen. Die Handlung der Serie spielt in den 1980er-Jahren und man wird unweigerlich an die Filme Poltergeis und E.T. sowie Stephen Kings‘ „Es“ erinnert. Im Mittelpunkt stehen vier unzertrennliche Freunde, die alle auf die selbe Schule gehen. Als eines Tages einer von ihnen unter mysteriösen Umständen verschwindet, beginnen sie auf eigene Faust zu ermitteln. Eine geheime Forschungseinrichtung der Regierung sowie ein Mädchem mit scheinbar übernatürlichen Fähigkeiten sind die weiteren Zutaten, die Stephen-King-Fans bekannt vorkommen dürften. Die Stars dieser aus nur acht Folgen bestehenden Miniserie sind eindeutig die tollen jugendlichen Darsteller, aber auch Winona Ryder liefert als Mutter des verschwundenen Jungen, die sich nicht mit dessen Tod abfinden will, ein brillantes Comeback. Die Serie ist derzeit nur auf Netflix zu sehen, aber alleine diese Serie lohnt den Preis eines Monatsbeitrags.

Breaking Bad

Für mich ein absolutes Fernseh-Highlight. Breaking Bad macht alles richtig: Bis in die Nebenrollen erstklassig besetzte Schauspieler, eine überzeugende Storyline sowie eine künstlerische Umsetzung (gefilmt wurde auf üblicherweise nur bei Kinoproduktionen eingesetztem 35mm-Film) die keine Wünsche offen lässt. Erzählt wird die Geschichte des genialen Chemikers Walter White, der zum fünfzigsten Geburtstag eine Diagnose erhält, die sein Leben auf den Kopf stellen wird: Lungenkrebs im Endstadium. Seine Hauptsorge gilt jedoch nicht ihm selber sondern seiner Frau und seinem behinderten Sohn. Woher sollen nach seinem Tod die finanziellen Mittel für deren Zukunft kommen? Nachdem er seinen Schwager Hank, der Drogenfahnder ist, bei einer Razzia begleitet, trifft er auf seinen ehemaligen Schüler Jesse Pinkman, der noch gerade vor Eintreffen der Polizei das Crystal-Meth-Labor verlassen konnte. Der Anblick des sichergestellten Geldes bringt White auf eine Idee zur Zusammenarbeit mit Pinkman „You know the business – and I know the chemistry.“ Er will zusammen mit Pinkman gerade so viel Chrystal Meth verkaufen, dass er seiner Familie eine sorgenfreie Zukunft garantieren kann. Ab dann verfolgt der Zuschauer fasziniert den Aufstieg Walter Whites zum heimlichen Drogenbaron und über fünf Staffeln eine komplett gegensätzliche Entwicklung von Walter White und Jesse Pinkman. Die Serie nimmt sich erfreulicherweise viel Zeit zur Charakterisierung der einzelnen Personen und steigert die Spannung kontinuierlich bis zum Finale in der letzten Folge. Ein Meisterwerk.

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