Top Ten Thursday

Bücher zum Thema Weltkrieg – Eine Leseliste – TTT #13

Diese Woche geht es bei der Aktion von Steffis Bücherbloggeria um das meines Erachtens sehr wichtige Thema „10 Bücher, die zur Zeit der Weltkriege spielen“, daher bin ich gerne wieder mit dabei. Gerade wenn es um solche Themen geht, zeigt sich wie wichtig es ist Erinnerungen an historische Ereignisse auch in Form von Literatur für die Nachwelt zu erhalten. Dies ist umso bedeutsamer, da es bald keine überlebenden Zeitzeugen eines Weltkrieges mehr geben wird. Die Infos zum TTT – Top Ten Thursday – findet ihr auf dem Blog von Steffi.

Hier meine ganz persönliche Empfehlungsliste:

Erich Maria Remarque: Im Westen nichts Neues

Mit dem Urteil „ein Buch, das man unbedingt gelesen haben sollte“ bin ich sehr zurückhaltend, bei diesem Fall würde ich jedoch gerne eine Ausnahme machen. Remarque schildert in einer sehr schönen Sprache anhand des Schicksals des Soldaten Paul Bäumer und seiner Gefährten die Schrecken des ersten Weltkrieges und macht fast körperlich spürbar, was es bedeutet, an vorderster Front in einem Krieg zu kämpfen. Ein Buch, das (wieder) zur Pflichtlektüre an allen Schulen gehören sollte.

„Mit diesem Roman begründete Erich Maria Remarque seinen Weltruhm und schuf ein zeitlos gültiges Bild der Schrecken des modernen Krieges. Zum hundertsten Jahrestag des Kriegsbeginns 1914 erscheint eine besonders ausgestattete, mit einem Nachwort zur Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte versehene Sonderausgabe.
Die Geschichte des neunzehnjährigen Paul Bäumer, der als ahnungsloser Kriegsfreiwilliger von der Schulbank an die Front kommt, ist inzwischen Allgemeingut. Auch bei der erneuten Lektüre ist der Eindruck jedoch wieder erschütternd: Wie Bäumer statt der erhofften Kriegsbegeisterung und eines kurzen Abenteuers die ganze Brutalität des Gemetzels und das sinnlose Sterben seiner Kameraden erlebt, ist anrührend und empörend.
Durch diese Abrechnung mit dem Krieg erlangte Erich Maria Remarque 1929 schlagartig Weltruhm – auch dank einer ausgeklügelten Publikations- und Marketingstrategie, über die das Nachwort von Thomas F. Schneider, Leiter des Remarque-Friedenszentrums der Universität Osnabrück, Auskunft gibt. Remarque schuf einen Klassiker der Weltliteratur mit ungebrochener Wirkung bis in unsere Gegenwart.“ (Klappentext des Kiwi-Verlags)

Auch sehenswert: Die Besprechung der Neuausgabe im Literaturclub des srf.

Erich Maria Remarque: Im Westen nichts Neues, Verlag Kiepenheuer & Witsch, 368 Seiten, gebunden (auch als Taschenbuch verfügbar), ISBN 9783462045819, 15,00 Euro

Jonathan Littell: Die Wohlgesinnten

Dieses Mammutwerk sorgte bei seinem Erscheinen für Aufsehen und kontroverse Diskussionen. In Frankreich, wo das Buch zuerst erschien, war es ein Riesenerfolg und wurde sowohl mit dem Prix Goncourt als auch mit dem Romanpreis der Académie française ausgezeichnet. Auf 1400 Seiten erzählt Littell aus der Ich-Perspektive die Erinnerungen des fiktiven SS-Offiziers Dr. Maximilian Aue an seine Erlebnisse während des zweiten Weltkrieges. Der Autor hat einen enormen Rechercheaufwand betrieben und lässt seine Hauptperson mit zahlreichen historisch belegten Persönlichkeiten wie Adolf Eichmann und Heinrich Himmler zusammentreffen und führt im Verlauf des Romans zu bekannten Schauplätzen des zweiten Weltkrieges und des Holocausts. Dr. Aues Erlebnisse an Orten wie Babyn Jar, Stalingrad und Auschwitz sind für den Leser einerseits stellenweise schwer zu ertragen, vermitteln aber andererseit ein unglaublich realistisches Gefühl für diese dunklen Stunden der deutschen Geschichte. Was mich etwas an dem Roman gestört hat ist, dass die Hauptperson sich und sein Tun niemals in Frage stellt, eine Reflexion seiner Taten fehlt völlig.

Besonders beeindruckt zeigte sich der Schriftsteller und Buchenwald-Überlebende Jorge Semprún: „Ich war wie erschlagen von diesem unglaublichen Buch. Es ist das Ereignis unserer Jahrhunderthälfte. Ich sehe nicht, welches andere Buch in den nächsten Jahrzehnten an seine Wirkung heranreichen könnte.“

„Dieses Buch ist Stoff für die nächsten fünfzig Jahre. Wir hätten eine etwas bessere Welt, wenn jeder es lesen würde.« Claus Peymann, in Lesen! ZDF

Im Februar 2008 erschien im Berlin Verlag der Roman, den Jorge Semprun als »das Ereignis unserer Jahrhunderthälfte « bezeichnet: Die Wohlgesinnten von Jonathan Littell. Über Monate hielt er die deutsche Literaturkritik in Atem. Mit den fiktiven Lebenserinnerungen des SS-Obersturmführers Maximilian Aue, Jahrgang 1913, Sohn eines deutschen Vaters und einer französischen Mutter, zeichnet Jonathan Littell ein erschreckend detailgenaues Bild des Zweiten Weltkriegs und der Verfolgung und Vernichtung der Juden durch die Nationalsozialisten aus Sicht eines Täters. »Das ist ein Roman, und das ist ein Autor, vor denen man sich verneigen muss«, schrieb Andreas Isenschmid in der NZZ am Sonntag.“ (von der Seite des Piper-Verlags)

Jonathan Littell: Die Wohlgesinnten, Roman, aus dem Französischen übersetzt von Hainer Kober , 1392 Seiten, Taschenbuch, Berlin Verlag, ISBN 9783833306280, 18,00 Euro

Lothar-Günther Buchheim: Das Boot

Im Gegensatz zu Jonathan Littell war Lothar-Günther Buchheim ein Augenzeuge des Weltkrieges und seine Erzählungen lassen einen die Schrecken des U-Boot-Krieges während des zweiten Weltkrieges unmittelbar miterleben. In diesem Fall kann ich auch sehr die Verfilmung von Wolfgang Petersen empfehlen, rate aber dringend zu der mehrteiligen Fernsehfassung. In der Serie aus dem Jahre 1981 spielten fast alle seinerzeit bekannten männlichen Schauspieler des deutschen Kinos mit (Jürgen Prochnow, Klaus Wennemann, Otto Sander, Martin Semmelrogge, Herbert Grönemeyer, Heinz Hoenig und Jan Fedder um nur einige zu nennen). Zu den ohnehin schon beängstigenden Kriegserlebnissen kommt im Roman wie im Film noch die klaustrophobische Enge des U-Boots hinzu.

„Jedes Wort dieses Buches ist wahr. Lothar-Günther Buchheim war im Zweiten Weltkrieg Marinekriegsberichterstatter. Als ein Mann, der sich zur Zeugenschaft aufgerufen fühlt, weil er extreme Situationen erlebte und überlebte, geht es ihm um die genaue Wiedergabe der Ereignisse, um die Beschwörung der Wochen und Monate quälender Gefangenschaft in der Enge des Bootes, um die Stunden der Angst und die dramatischen Augenblicke des Kampfes.“ (von der Seite des Piper-Verlags)

Lothar Günther-Buchheim: Das Boot, Roman, 608 Seiten, Taschenbuch, Piper Verlag, ISBN 9783492244657, Euro 12,99

Manfred Gregor: Die Brücke

Hier dürfe der Film von Bernhard Wicki fast noch bekannter sein als die Romanvorlage. Beides lohnt sich auf jeden Fall. Der Krieg ist eigentlich bereits verloren, trotzdem werden immer noch junge Menschen zum Wehrdienst herangezogen. Eindrucksvoller lässt sich die Sinnlosigkeit eines Krieges kaum darstellen.

„Mai 1945, wenige Tage vor der Kapitulation. Tief im Bayerischen Wald steckt die Wehrmacht sieben Hitlerjungen in Uniformen. Ihr Auftrag: Eine Brücke soll gehalten werden. Schwankend zwischen dem Glauben an den Endsieg und ihrer Todesangst, ziehen die Jungen in den Kampf, der strategisch völlig bedeutungslos ist. Einer nach dem anderen lässt sein Leben. Da kommt der Befehl, die Brücke zu sprengen …“ (von der Seite des cbt-Verlags)

Manfred Gregor: Die Brücke, Roman, cbt Verlag, Taschenbuch, 224 Seiten, ISBN 9783570303610, Euro 6,95

 

 

Anthony Doerr: Alles Licht, das wir nicht sehen

Dieses Buch habe ich in diesem Jahr gelesen und es gehört definitiv zu meinen Jahreshighlights. Anthony Doerr schildert vor dem Hintergrund des zweiten Weltkrieges die Geschichte zweier unterschiedlicher Menschen deren Schicksale unaufhaltsam aufeinander zulaufen. Formal etwas ungewöhnlich aufgebaut, da die abwechselnd aus der Sicht der blinden Marie-Laure und des deutschen Jungen Werner erzählten Kapitel exrem kurz sind (selten ist ein Kapitel länger als 3-5 Seiten), aber dennoch sehr lesenswert, da hierdurch kurze einprägsame Szenen, fast wie in einem Film, entstehen. Beide Protagonisten verbindet seit früher Kindheit die Liebe zu Büchern, insbesondere zu den Werken von Jules Verne. Dadurch ist das Buch auch eine Liebeserklärung an die Kraft der Literatur. Ob das Buch wirklich eine Abenteuer-Nebenhandlung á la Indiana Jones gebraucht hätte, wage ich zu bezweifeln, dennoch ein lesenswertes Buch, das glücklicherweise weitgehend auf die meisten Klischees über Deutsche im zweiten Weltkrieg verzichtet.

„Saint-Malo 1944: Marie-Laure, ein junges, blindes Mädchen, ist mit ihrem Vater, der am „Muséum National d’Histoire Naturelle“ arbeitet, aus dem besetzten Paris zu ihrem kauzigen Onkel in die Stadt am Meer geflohen. Einst hatte er ihr ein Modell der Pariser Nachbarschaft gebastelt, damit sie sich besser zurechtfinden kann. Nun ist in einem Modell Saint-Malos, der vielleicht kostbarste Schatz aus dem Museum versteckt, den auch die Nazis jagen.
Werner Hausner, ein schmächtiger Waisenjunge aus dem Ruhrgebiet, wird wegen seiner technischen Begabung gefördert, auf eine Napola geschickt und dann in eine Wehrmachtseinheit gesteckt, die mit Peilgeräten Feindsender aufspürt, über die sich der Widerstand organisiert. Während Marie-Laures Vater von den Deutschen verschleppt und verhört wird, dringt Werners Einheit nach Saint-Malo vor, auf der Suche nach dem Sender, über den Etienne, Marie-Laures Onkel, die Résistance mit Daten versorgt …
Kunstvoll und spannend, mit einer wunderschönen Sprache und einem detaillierten Wissen um die Kriegsereignisse, den Einsatz des Radios, Widerstandscodes, Jules Verne und vieles andere erzählt Anthony Doerr mit einer Reihe unvergesslicher Figuren eine Geschichte aus dem zweiten Weltkrieg, und vor allem die Geschichte von Marie-Laure und Werner, zwei Jugendlichen, deren Lebenswege sich für einen folgenreichen Augenblick kreuzen.“ (von der Seite des ch-Beck Verlages)

Anthony Doerr: Alles Licht, das wir nicht sehen, Roman, aus dem Englischen übersetzt von Werner Löcher-Lawrence, btb-Verlag, Taschenbuch (auch als Hardcover erhältlich), 528 Seiten, ISBN 9783442749850, Euro 10,99

Art Spiegelman: Maus

spiegelman-mausDas einzige Buch meiner Liste, das ich (bisher) noch nicht gelesen habe. Wie ich jedoch unter anderem gerade bei Scott McCloud (Rezension zu seinem Buch Comics richtig lesen folgt kurzfristig) gelernt habe, ein Meilenstein der Comicgeschichte und aufgrund seiner Thematik ein sicherer Kandidat für diese Liste. 1992 wurde das Buch, als erster Comic überhaupt, mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Die Form der Präsentation macht es auch für Jugendliche interessant, sicherlich eine gute Möglichkeit um dieser Zielgruppe die Themen Weltkrieg und Holocaust näher zu bringen.

„Die Geschichte von Maus veränderte über Nacht die Geschichte des Comic Strips – aus Kult wurde Kunst. Berichtet wird die authentische Lebensgeschichte des polnischen Juden Wladek Spiegelman. In Queens, New York, schildert er seinem Sohn die Stationen seines Lebens: Polen und Auschwitz, Stockholm und New York, er erzählt von der Rettung und vom Fluch des Überlebens. Art Spiegelman hat diese Geschichte aufgezeichnet, indem er das Unaussprechliche Tieren in dem Mund legt: Die Juden sind Mäuse, die Deutschen Katzen.“ (von der Seite des Fischer-Verlags).

Art Spiegelman: (Die vollständige) Maus, Comic / Graphic Novel, aus dem Amerikanischen von Christine Brink und Josef Joffe,  300 Seiten, Softcover, S. Fischer Verlag, ISBN 9783596180943, Euro 14,95

Markus Zusak: Die Bücherdiebin

Ein weiteres Buch, das die Schrecken des Krieges und die Kraft der Literatur verbindet. Auch dank der ungewöhnlichen Erzählperspektive -der Roman wird aus Sicht des Todes erzählt- ein lesenswertes Buch für Jugendliche und Erwachsene.

„Molching bei München. Hans und Rosa Hubermann nehmen die kleine Liesel Meminger bei sich auf – für eine bescheidene Beihilfe, die ihnen die ersten Kriegsjahre kaum erträglicher macht. Für Liesel jedoch bricht eine Zeit voller Hoffnung, voll schieren Glücks an – in dem Augenblick, als sie zu stehlen beginnt. Anfangs ist es nur ein Buch, das im Schnee liegen geblieben ist. Dann eines, das sie aus dem Feuer rettet.
Eine Diebin zu beherbergen, wäre halb so wild, sind die Zeiten doch ohnehin barbarischer denn je. Doch eines Tages betritt ein jüdischer Faustkämpfer die Küche der Hubermanns …
»Die Bücherdiebin« erzählt von kleinen Freuden, großen Tragödien und der gewaltigen Macht der Worte. Eine der dunkelsten und doch charmantesten Stimmen und eine der nachaltigsten Geschichten, die in jüngster Zeit zu vernehmen waren.“ (von der Seite des Blanvalet-Verlages)

Makus Zusak: Die Bücherdiebin, Roman, aus dem Englischen übersetzt von Alexandra Ernst, Blanvalet-Verlag, 608 Seiten, Taschenbuch, ISBN 9783442373956, Euro 9,99

Norman Mailer: Die Nackten und die Toten

mailer-die-nackten-und-die-totenNorman Mailer zeigt in seinem Roman aus amerikanischer Perspektive den Irrsinn des zweiten Weltkriegs. Die von japanischen Truppen besetzte fiktive Pazifikinsel Anopopei soll von amerikanischen Truppen erobert werden. Der zuerst problemlos erscheinenden Landung auf der Insel folgen Wochen aufreibender Arbeiten beim Ausbau der amerikanischen Stellungen und zahlreiche Tote bei den immer wieder stattfindenden Kampfhandlungen. Der Schwerpunkt des Romans liegt eindeutig auf der Charakterisierung einiger amerikanischer Soldaten sowie deren Konflikte untereinander und mit Vorgesetzten. Anhand zahlreicher Rückblenden, in denen Mailer Erlebnisse aus der Zeit vor dem Krieg erzählt,  bringt Mailer die beschriebenen Personen dem Leser sehr nahe.

„Mit seinem Debütroman „Die Nackten und die Toten” wurde der 25-jährige Norman Mailer über Nacht weltberühmt. 1944 meldete er sich freiwillig als Soldat und kämpfte auf amerikanischer Seite im Pazifik. Als Augenzeuge beschreibt er im Stile einer Reportage den Alltag an der Front mit all seinen Schrecken. Vielmehr aber beschäftigt sich Mailer mit den Beschreibungen seiner Kameraden, mit ihren Gefühlen, ihrer Angst und ihrem Leidensdruck. Dadurch werden sie aus ihrer Anonymität sichtbar und lebendig gemacht. Neben der persönlichen Geschichte steht immer die Frage im Vordergrund: Was geht in einem Menschen vor, der auf Befehl sogar in den Tod geht?“ (von der Seite des Verlages Langen-Müller)

Norman Mailer: Die Nackten und die Toten, Roman, Verlag Langen-Müller, Hardcover, 704 Seiten, ISBN 9783784460451, Euro 20,00

Judith Kerr: Als Hitler das rosa Kaninchen stahl

kerr-als-hitler-das-rosa-kaninchen-stahlDieser Roman wurde 1974 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet und war lange Zeit das Standardwerk an Schulen um Kinder und Jugendliche mit den Themen Drittes Reich und Flüchtlingsproblematik vertraut zu machen. Auch heute vermutlich noch gut lesbar und damit ein echter Klassiker. Es ist außerdem der Auftakt zu einer Trilogie, ich kenne allerdings nur diesen ersten Teil.

„Berlin, 1933: Die Nazis stehen kurz vor ihrem entscheidenden Wahlsieg. In letzter Minute reist Anna mit ihrer Familie in die Schweiz. Doch ihr Vater, ein bekannter jüdischer Journalist, kann dort ebenso wenig Fuß fassen wie ein halbes Jahr später in Paris.“ (von der Seite des Ravensburger-Verlages).

Judith Kerr: Als Hitler das rosa Kaninchen stahl, Roman, aus dem Englischen übersetzt von Annemarie Böll, Taschenbuch, Ravensburger Verlag, 256 Seiten, ISBN 9783473580033, Euro 7,99

 

Herman Wouk: Die Caine war ihr Schicksal

Cover der amerikanischen Erstausgabe (Quelle: wikipedia.org)

Cover der amerikanischen Erstausgabe (Quelle: wikipedia.org)

In dem 1951 erschienen Roman verarbeitet der Autor seine Erlebnisse an Bord eines Minensuchbootes während des zweiten Weltkriegs. Der Roman wurde vor allem durch seine Verfilmung von Edward Dmytryk aus dem Jahr 1954 bekannt, in der Humphrey Bogart die Hauptrolle spielte. Das Buch wurde 1952 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet.

Erzählt werden die fiktiven Ereignisse auf dem Minensuchboot Caine während des zweiten Weltkrieges. Im Jahr 1943 übernimmt der neue Kapitän Philip F. Queeg (im  Film von Humphrey Bogart gespielt) das Kommando über das bis dahin sehr locker geführte Minensuchboot U.S.S. Caine. Doch sein inkompetenter und extrem harter Führungsstil bringt nahezu die gesamte Mannschaft gegen ihn auf. Als er eines Tages entgegen aller Ratschläge die Caine mitten in einen Taifun führt, wird er von der Mannschaft seines Amtes enthoben und das Schiff von seinem ersten Offizier Steve Maryk in Sicherheit gebracht. Die Führungsoffiziere müssen sich anschließend für die Meuterei vor einem Kriegsgericht verantworten.

Der Roman beschäftigt sich sehr eindrucksvoll mit den ethischen und moralischen Grundsatzfragen, die die Führung eines Kriegsschiffes mit sich bringt und gibt einen Einblick in das Leben in der amerikanischen Marine während des zweiten Weltkriegs.

Der Roman ist auf deutsch derzeit nur antiquarisch erhältlich.

Das waren meine ganz persönlichen Top Ten zu diesem Thema. Da ich dieses Mal (bis auf eine Ausnahme) nur Bücher ausgewählt habe, die ich auch schon gelesen habe, werden manche vielleicht einige ganz bekannte Werke vermissen. Die Bücher von Anna Seghers (Das siebte Kreuz), Primo Levi (Ist das ein Mensch?) und Anne Frank (Tagebuch) gehören bestimmt auch auf eine Liste zum Thema und stehen nach wie vor noch auf meiner Leseliste. Ebenfalls sehr empfehlenswert: Hans Fallada: Jeder stirbt für sich allein (zu meiner Rezension geht es hier).

Kennt ihr auch Romane von dieser Liste? Habt ihr weitere interessante Titel für mich? Lasst mir gerne Kommentare da.

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23 Comments

  • Reply Nicole 20. Oktober 2016 at 11:04

    Hallo Thomas,

    Du hast eine unheimlich gute Liste zusammengestellt. Das Buch von Art Spiegelmann „Die vollständige Maus“ habe ich ebenfalls gelesen. Es gibt ja zwei Bände davon. Als Übereinstimmung haben wir „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ – ein wirklich gutes Jugendbuch.

    „Die Bücherdiebin“ habe ich noch auf meinem SuB und „Die Wohlgesinnten“ steht schon auf meiner Wunschliste.
    Ich fand das Thema für diese Woche auch ziemlich gut und wichtig.
    Meine Liste findest Du hier:
    https://buchspinat.wordpress.com/2016/10/20/top-ten-thursday-10-buecher-die-zur-zeit-der-weltkriege-spielen/
    Viele Grüße
    Nicole

    • Reply Thomas 21. Oktober 2016 at 11:20

      Hallo Nicole,
      danke 😉 Maus werde ich mir kurzfristig zulegen. Die Bücherdiebin hat mir sehr gut gefallen, die Wohlgesinnten ist vermutlich nicht für jeden Geschmack etwas.
      Liebe Grüße
      Thomas

  • Reply Tina 20. Oktober 2016 at 16:25

    Hallo Thomas,
    bei deiner Liste fällt mir auf, dass ich so viele Bücher die ich gelesen habe, ganz vergessen habe 🙂 „Im Westen nichts Neues“ und „Die Nackten und die Toten“ habe ich gelesen. „Das Boot“ und „Die Brücke“ kenne ich beides als Filme – genauso wie „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“. Gur dass das Thema in der Literatur nie ganz vergessen wird, aber ich kann auch meine Kinder verstehen, die gerne mal „nicht schon wieder“ stöhnen 🙂

    LG
    Tina

    • Reply Thomas 21. Oktober 2016 at 11:22

      Hallo Tina,
      ja kann ich auch verstehen 😉 Ich finde aber auch die Vielfalt bei diesem Thema sehr interessant, erstaunlich wie viele unterschiedliche Bücher dieses Mal auf den Listen zu finden ist.
      Liebe Grüße
      Thomas

  • Reply kunterbunte Bucherlounge 20. Oktober 2016 at 17:27

    Hallo Thomas
    Deine Liste ist interssant. Im Westen nichts Neues habe ich in der Schule gelesen und kann mich noch erinnern, dass ich es mich damals sehr schockiert hat. Ich glaub es war in der achten Klasse. Vermutlich muss ich es jetzt noch einmal lesen. Mit der Bücherdiebin bin ich im Gegensatz zu anderen nicht ganz warm geworden, mir hat es nicht so gut gefallen.
    Liebe Grüße
    Yannah

    • Reply Thomas 21. Oktober 2016 at 11:26

      Hallo Yannah,
      für die achte Klasse ist „Im Westen nichts Neues“ vielleicht auch etwas zu früh, ist ja schon sehr schockierend. Für die Oberstufe ist das Buch vermutlich besser geeignet. Dass „Die Bücherdiebin“ nicht allen gefällt kann ich verstehen. Dass der Erzähler (Tod) in dem Buch ständig Ereignisse, die erst in der Zukunft stattfinden, erwähnt, hat mich beispielsweise auch genervt.
      Liebe Grüße
      Thomas

  • Reply Gunnar 20. Oktober 2016 at 19:24

    Sehr interessante Liste, von der ich allerdings erst zwei Bücher gelesen habe: „Das Boot“ und „Die Wohlgesinnten“. Remarque habe ich mir schon so lange vorgenommen.
    Empfehlen kann ich definitiv noch „Das siebte Kreuz“ und „Die Dunkelkammer des Damokles“, außerdem fand ich „Risiko“ von Steffen Kopetzky letztes Jahr sehr gut.
    Viele Grüße
    Gunnar

    • Reply Thomas 20. Oktober 2016 at 22:58

      Hallo Gunnar,
      „Risiko“ möchte ich auch unbedingt bald lesen, ist ja gerade als Taschenbuch erschienen, bietet sich daher für die tägliche Zugfahrt an. Von „Die Dunkelkammes des Damokles“ hatte ich bisher noch nichts gehört, hört sich aber sehr interessant an. Sollte man vielleicht passend zur Buchmessen lesen 😉
      Danke für die Tipps.
      Liebe Grüße
      Thomas

  • Reply Yvonnes Lesewelt 20. Oktober 2016 at 21:06

    Hey!
    Die Brücke habe ich seit ich Jugendliche war schon mehrmals gelesen. Ein unheimlich berührendes, spannendes und sehr eindringliches Buch, wie ich finde. Ich kann es nur jedem empfehlen.
    LG
    Yvonne

    • Reply Thomas 21. Oktober 2016 at 11:32

      Hallo Yvonne,
      ein Buch, was zu meiner Jugendzeit sehr angesagt war und etwas in Vergessenheit geraten ist. Aber wie der TTT diesmal zeigt, gibt es ja unheimlich viele interessante Bücher zum Thema.
      Liebe Grüße
      Thomas

  • Reply tintenhain 20. Oktober 2016 at 21:45

    Du hast eine sehr interessante Auswahl. „Alles Licht, das wir nicht sehen“ steht immer noch auf meiner Leseliste.

    Liebe Grüße,
    Mona

  • Reply Die Bücherkrähe 20. Oktober 2016 at 21:54

    Ich finde es gerade gut, dass nicht alle bekannten Bücher auf den Listen stehen, die ich bisher gelesen habe. Ich möchte ja auch mal etwas neues entdecken 😉 Die Wohlgesinnten und Alles Licht das wir nicht sehen liegen auf meinem SuB, da freue ich mich schon auf die Lektüre.

  • Reply Christiane 21. Oktober 2016 at 18:51

    Hallöchen,

    da komme ich doch auch mal bei dir vorbei. Unsere Gemeinsamkeiten hattes du ja schon festgestellt…toll dass auch noch jemand anderes Remarque aufgelistet hat. Die anderen Bücher auf deiner Liste werde ich mir mal genauer anschauen. Bis auf Die Brücke und Maus sagen mir diese bisher nichts. Schon mal vielen Dank für die Tipps!

    Viele Grüße
    Christiane

    • Reply Thomas 23. Oktober 2016 at 13:41

      Halo Christiane,
      danke für deinen Besuch. Den Remarque hatte ich ja auf mehreren Listen vermutet, aber vielleicht auch zu naheliegend 😉
      Liebe Grüße
      Thomas

  • Reply DieLeserin 3. November 2016 at 22:39

    Hallo Thomas,

    ganz frisch: Das Trümmerkind von Mechtild Borrmann. Beruht auf den wahren bis heute unaufgeklärten Trümmermorden, ist aber fiktional umgesetzt. Sehr gut gemacht, am Ende könnte man meinen, sie hätte die Morde geklärt, so glaubwürdig läuft das zusammen. Die Geschichte läuft auf drei Zeitebenen ab: 1945, 1947, 1992.

    Und, falls es ein ganz ungewöhnliches Jugendbuch zu diesem Thema sein darf, dann: Zerbrochener Mond von Sally Gardener. Ist nicht nur schön gemacht, sondern mal ganz anders umgesetzt als die anderen Jugendbücher zu diesem Thema, aber sehr fiktional.

    Auch Das Maikäfermädchen von Gina Mayer hat mir gut gefallen und unbedingt auch Jakobs Mantel (!!!) von Eva Weaver ansehen. Ja, Jakobs Mantel!!!

    Liebe Grüße, Iris

    • Reply Thomas 5. November 2016 at 10:45

      Hallo Iris,
      vielen Dank für die tollen Tipps! Hab‘ mich gerade mal durchgeklickt, die hören sich wirklich alle sehr gut an. Das Trümmerkind habe ich mir vorgemerkt und auch Das Maikäfermädchen kommt auf die Wunschliste, spielt es doch in meiner Heimatstadt Düsseldorf. Wirklich interessant, wie vielfältig die Literatur zu diesem Thema sein kann.
      Falls du es noch nicht kennst: „Wer übrig bleibt, hat Recht“ von Richard Birkefeld und Göran Hachmeister ist ein lesenswerter Krimi zum Thema.
      Liebe Grüße
      Thoams

  • Reply Ascari 7. November 2016 at 09:48

    Guten Morgen, mein Lieber!

    Ich hab mir erst vor kurzem gedacht, dass ich „Im Westen nichts Neues“ vielleicht doch einmal lesen sollte … Seit bei mir „Literatur!“ daheim steht, hat mir das recht eindrucksvoll gezeigt, wie viele Klassiker es gibt, die ich noch nicht kenne *seufz*. „Das Boot“ kenne ich auch nur als Film, den ich aber auch sehr gut fand, wenn man bereit ist, sich auf das Thema einzulassen. „Maus“ sagt mir leider nur dem Namen nach etwas, auch das ist eine Lücke, die ich immer schon mal stopfen wollte …

    Zu den Trümmermorden kann ich übrigens auch Cay Rademachers „Der Trümmermörder“ empfehlen. Das Buch ist zwar als Krimi nicht extrem spannend, aber der Autor versteht es meiner Meinung nach blendend, die Zeit auferstehen zu lassen … Da hat man wirklich das Gefühl, mit dem Ermittler durch die kaputte Stadt zu gehen und zu fahren.

    Und wenn du magst, ich hab dich für einen TAG nominiert: https://leseratz.blogspot.co.at/2016/11/der-einschuechternde-sub-tag.html

    Liebe Grüße
    Ascari

  • Reply Anna 3. Dezember 2016 at 12:31

    Guten Morgen Thomas!

    Eine sehr schöne und ausführliche Liste! Ich bin beeindruckt!

    Ich muss leider gestehen, dass ich noch kein einziges Buch von dieser Liste gelesen habe, plane aber ein paar Bücher zu diesem Thema zu lesen, gerade weil es gerade auch Lernstoff bei mir ist.

    „Die Bücherdiebin“ und „Im Westen nichts Neues“ werde ich mir definitiv vornehmen und alle anderen Bücher sind auf jeden Fall im Hinterkopf vorgemerkt!

    Viele liebe Grüße vom #litnetzwerk,
    Anna

    • Reply Thomas 5. Dezember 2016 at 19:17

      Hallo Anna,
      das freut mich, wenn ich ein paar Anregungen geben konnte. Lass es mich wissen, wenn du eines davon gelesen hast, deine Meinung würde mich interessieren.
      Liebe Grüße
      Thomas

  • Reply Kerstin 4. Dezember 2016 at 16:28

    Hallo Thomas,
    eine echt tolle Liste hast du da aufgestellt! Tatsächlich kenne ich kein einziges Buch außer der Bücherdiebin (gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern) und der Verfilmung von „Die Brücke“, bei der ich bis dato nicht wusste, dass sie auf einem Buch basiert. Da ich meine BA-Prüfung gerne über Weltkriegsliteratur ablegen würde, habe ich hier fleißig mitgeschrieben, vielen Dank für die schöne Liste 🙂
    Liebe Grüße
    Kerstin, die jetzt häufiger hier vorbei schauen wird
    #litnetzwerk

    • Reply Thomas 5. Dezember 2016 at 19:47

      Hallo Kerstin,
      das ist ja spannend, dass du das gerade für die Uni (?) gebrauchen kannst. Da hoffe ich doch, dass du reichlich Inspirationen mitnimmst. Sag‘ doch Bescheid wie es gelaufen ist, da ich selber (leider) kein Studium in der Richtung gemacht habe, finde ich es immer wieder interessant darüber zu lesen.
      Liebe Grüße
      Thomas

  • Reply Petzi 9. April 2017 at 21:25

    Lieber Thomas,

    erstaunlicherweise hatte ich deinen Blog noch nicht recht auf dem Schirm und habe dich jetzt eher über das Litnetzwerk entdeckt. Ich habe hier lange gestöbert, einiges für mich entdeckt und werde dir jetzt auf jeden Fall folgen. Die Auswahl der obigen Bücher finde ich besonders spannend, denn manche kenne ich noch nicht und ich lese gerne Bücher, in denen der 2. Weltkrieg bzw. allgemein Krieg eine Rolle spielt.

    Liebe Grüße
    Petzi

  • Reply Thomas 12. April 2017 at 11:02

    Hallo Petzi,
    freut mich, wenn du hier ein paar interessante Sachen für dich entdecken konntest. Ich bin mit meiner #litnetzwerk-Stöberrunde noch nicht fertig, schaue aber jetzt gleich mal bei dir vorbei.
    Liebe Grüße
    Thomas

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