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Vorschau auf die neuen Bücher im Herbst 2017 – Teil 1

In den letzten Wochen habe ich ausgiebig in den Vorschauen einiger Buchverlage geblättert und habe wieder viele interessante Titel für mich entdeckt. Gerade bei den Romanen ist das Angebot wieder riesig, da werde ich wohl im Jahresverlauf auch noch viele weitere Bücher auf diversen Blogs für mich entdecken. Hier daher schon mal eine erste bunte Mischung von Titeln, die mich interessieren. Vielleicht ist ja für den ein oder anderen eine Anregung dabei. Ich füge Cover und Klappentexte der Verlage hier ein, weitergehende Informationen erhaltet ihr bei den jeweils verlinkten Verlagen.

Colson Whitehead: Underground Railroad

Klappentext: „Cora ist nur eine von unzähligen Schwarzen, die auf den Baumwollplantagen Georgias schlimmer als Tiere behandelt werden. Alle träumen von der Flucht – doch wie und wohin? Da hört Cora von der Underground Railroad, einem geheimen Fluchtnetzwerk für Sklaven. Über eine Falltür gelangt sie in den Untergrund und es beginnt eine atemberaubende Reise, auf der sie Leichendieben, Kopfgeldjägern, obskuren Ärzten, aber auch heldenhaften Bahnhofswärtern begegnet. Jeder Staat, den sie durchquert, hat andere Gesetze, andere Gefahren. Wartet am Ende wirklich die Freiheit? Colson Whiteheads Roman ist eine virtuose Abrechnung damit, was es bedeutete und immer noch bedeutet, schwarz zu sein in Amerika.“ Erscheint am 21.08.2017, Hanser Verlag,  Link zur Verlagsseite

Meine Meinung: Einer der vielversprechendsten Titel des Hanser-Programms für den Herbst. Mittlerweile mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet und ganz frisch auch für den englischen Man Booker Prize nominiert. Ein Buch auf das ich mich sehr freue.

Lawrence Block (Hrsg.): Nighthawks – Stories nach den Gemälden von Edward Hopper

Klappentext: „Hopper ist Kult: 17 Stories von namhaften US-Autoren zu berühmten Gemälden des weltbekannten Malers Jedes Bild erzählt eine Geschichte. Für die Gemälde von Edward Hopper (1882 – 1967), einer Ikone der modernen amerikanischen Malerei, gilt das in besonderem Maße. Seine Porträts von Menschen, die auf rätselhafte Weise in ihre Einsamkeit versunken scheinen, lassen der Phantasie einen weiten Spielraum. Siebzehn renommierte US-Autoren haben sich inspirieren lassen, jede(r) von einem anderen Bild. Ihre Geschichten setzen dort an, wo das Gemälde als Momentaufnahme zwangsläufig aufhören muss, erzählen weiter, was verborgen in der Mimik, der Körpersprache der Figuren und in der festgehaltenen Szene zu erspüren ist. Entstanden ist eine vielschichtige, faszinierende Kollektion von Stories über die menschliche Existenz und ihre Abgründe. Realistisch, anrührend, beunruhigend – immer aber fesselnd und überraschend. Mit Geschichten von Stephen King, Michael Connelly, Lee Child, Jeffery Deaver, Joyce Carol Oates, Lawrence Block u.a.“ Erscheint am 02.11.2017, Verlag Droemer-Knaur, Link zur Verlagsseite

Meine Meinung: Pünktlich zum fünfzigsten Todestag des Malers erscheint diese interessante Sammlung von Kurzgeschichten namhafter Autoren, dazu in einer vermutlich schönen Ausgabe, da auch 20 Abbildungen berühmter Werke des amerikanischen Malers enthalten sind. Viele von Hoppers Bildern erinnern mich an Szenen aus Romanen von Patricia Highsmith. Ich bin gespannt, was die anderen Autoren daraus gemacht haben.

H.P. Lovecraft: Das Werk

Klappentext: „»H. P. Lovecraft – Das Werk« ist ein aufwändig ausgestatteter Prachtband, der alle wichtigen Arkham-Erzählungen in sorgfältiger Neuübersetzung enthält. Rund 300 oft vierfarbige Abbildungen zeigen Originalillustrationen, Cover, Filmplakate, Originalschauplätze und vieles mehr. Über 1000 Anmerkungen beleuchten sämtliche Aspekte von Lovecrafts Leben und Werk. Die definitive Ausgabe für alle Lovecraft-Fans, Horror-Experten und Freunde schöner Bücher.
H. P. Lovecraft ist neben Edgar Allan Poe DER Klassiker der modernen Horrorliteratur. Seine phantastischen Erzählungen erscheinen, im Original wie auch in zahlreiche Sprachen übersetzt, in hohen Auflagen und finden weltweit allergrößte Leserresonanz. Leslie S. Klinger präsentiert in »H. P. Lovecraft – Das Werk« die besten Erzählungen, reich bebildert und mit einem ausführlichen Kommentar versehen.
Der Neuübersetzung aus der Feder zweier ausgewiesener Lovecraft-Kenner gelingt es erstmals, Lovecrafts speziellen Stil und die besondere Atmosphäre seiner Erzählungen in deutscher Sprache schillern zu lassen.“ Erscheint am 21.09.2017, Verlag Fischer-Tor, Link zur Verlagsseite

Meine Meinung: Eine Prachtausgabe ganz nach meinem Geschmack: neu übersetzte Stories eines der wichtigsten Horror-Klassiker der Literaturgeschichte, verpackt in eine wunderschön gestaltete Buchausgabe – das dürfte wohl unter einigen Weihnachtsbäumen liegen.

Ulla Hahn: Wir werden erwartet

Klappentext: „Die Welt steht Hilla Palm offen. Nach langem Suchen hat das Mädchen aus einfachem Hause endlich ihre Heimat gefunden: in der Literatur und Hugo, dem Mann, der Hilla mit all ihren bitteren Erfahrungen annimmt. Zusammen entdecken sie die Liebe und erleben die 68er Jahre, in denen alles möglich scheint. Doch dann durchkreuzt das Schicksal ihre Pläne, und verzweifelt sucht Hilla Halt bei Menschen, die für eine friedvollere, gerechtere Welt kämpfen. Die marxistische Weltanschauung wird ihr zum neuen Zuhause. Beherzt folgt sie ihren Überzeugungen und muss am Ende doch schmerzlich erkennen, dass Freiheit ohne die Freiheit des Wortes nicht möglich ist.„Wir werden erwartet“ erzählt mitreißend die Geschichte einer suchenden jungen Frau in den turbulenten Jahren zwischen 1968 und dem Deutschen Herbst. Ein nachdenklich stimmendes Buch über den Mut, die Gesellschaft und sein Leben zu verändern – ein Buch über die Kraft der Versöhnung.“ Erscheint am 28.08.2017, DVA-Verlag, Link zur Verlagsseite

Meine Meinung: Ulla Hahns autobiographische Romanreihe um ihr Alter Ego Hilla Palm war ursprünglich ja nur als Trilogie geplant. Nach Ende des dritten Bandes „Spiel der Zeit“ war jedoch klar: Die Geschichte von Hilla ist noch nicht zu Ende erzählt. Daher freue ich mich ganz besonders auf dieses Buch und bin gespannt, wie es mit der literaturbegeisterten Hauptperson weitergeht.

Elena Ferrante: Die Geschichte der getrennten Wege

Klappentext: „Es sind die turbulenten siebziger Jahre und die beiden inzwischen erwachsene Frauen. Lila ist Mutter geworden und hat sich befreit und alles hingeworfen – den Wohlstand, ihre Ehe, ihren neuen Namen – und arbeitet unter entwürdigenden Bedingungen in einer Fabrik. Elena hat ihr altes neapolitanisches Viertel hinter sich gelassen, das Studium beendet und ihren ersten Roman veröffentlicht. Als sie in eine angesehene norditalienische Familie einheiratet und ihrerseits ein Kind bekommt, hält sie ihren gesellschaftlichen Aufstieg für vollendet. Doch schon bald muss sie feststellen, dass sie ständig an Grenzen gerät.“ Erscheint am 28.08.2017, Suhrkamp-Verlag, Link zur Verlagsseite

Meine Meinung: Von vielen sehnsüchtig erwartet. Der dritte Band der vierteiligen neapolitanischen Saga um die beiden Hauptpersonen Lila und Elena. Band 4 „Die Geschichte des verlorenen Kindes“ ist für den 05.02.2018 angekündigt. Diese Reihe habe ich bisher noch nicht angefangen, der Hype darum war mir im Frühjahr etwas zu groß. Aber spätestens 2018 werde ich sie mir vornehmen, die meisten Leser sind ja bisher sehr begeistert von den Romanen.

 

Grégoir Hervier: Vintage

Klappentext: „Thomas Dupré, 25, ist passionierter Musiker und ein Fan von Vintage-Gitarren, die er in dem Laden, wo er bisweilen aushilft, liebevoll restauriert. Daneben verdient er sich noch etwas Geld mit Konzertbesprechungen.
So geht sein Leben seinen Gang bis zu dem großen Tag, als sein Chef ihn mit einer Edelgitarre zu einem schottischen Landhaus entsendet: Ein mysteriöser Lord bietet ihm dort den Deal – und die Story – seines Lebens an: Gegen eine fürstliche Belohnung soll er nach der teuersten aller Kultgitarren suchen, der Gibson Moderne. Eine Patentzeichnung gab es, doch wurden im Jahr ihrer Erfindung auch Exemplare gebaut? Und wer hat, wenn es sie gibt, diese Raritäten in seinem Besitz? Vintage ist eine faszinierende Mischung aus Fakten und Fiktion. Ein Roadmovie über das größte Rätsel der Rockgeschichte.“ Erscheint am 23.08.2017, Diogenes Verlag, Link zur Verlagsseite

Meine Meinung: Die Verbindung von Kriminalroman und Rockmusik gehörte zu meinen Highlights aus der Vorschau des Diogenes-Verlags und inzwischen durfte ich das Buch auch schon lesen. Mehr dazu gibt es in meiner am 23.08.2017 erscheinenden Rezension.

Sarah Perry: Die Schlange von Essex

Klappentext: „London im Jahr 1893. Nach dem Tod ihres Mannes verlässt Cora Seaborne die Hauptstadt und reist gemeinsam mit ihrem Sohn Francis in den Küstenort Aldwinter. Als Naturwissenschaftlerin und Anhängerin der provokanten Thesen Charles Darwins gerät sie dort mit dem Pfarrer William Ransome aneinander. Beide sind in rein gar nichts einer Meinung, beide fühlen sich unaufhaltsam zum anderen hingezogen.“ Erscheint am 29.09.2017, Eichborn-Verlag, Link zur Verlagsseite

Meine Meinung: Ich gebe zu: das wunderschöne Cover hat mich auf das Buch aufmerksam gemacht. In England wurde es jedoch zum besten Roman des Jahres gekürt, daher ist es vermutlich einen Blick wert. Ich warte gespannt auf die ersten Besprechungen.

 

 

John Darnielle: Rekorder

Klappentext: „In einer Videothek in einer Kleinstadt inmitten Iowas tauchen seltsame und unheimliche Filmschnipsel auf den Leihkassetten auf. Dunkle und grobkörnige Szenen, die in einer Scheune aufgenommen wurden. Sie dauern nur ein paar Minuten und zeigen möglicherweise S/M-Spiele, vielleicht sogar eine Folterung. Der Videotheksmitarbeiter Jeremy will nichts mit der Sache zu tun haben, doch als die Dorflehrerin Stephanie die Scheune in den Videos wiedererkennt, muss er handeln.Die Suche nach der Wahrheit hinter den Videos führt Jeremy und Stephanie in die Vergangenheit.“ Erscheint am 24.11.2017, Eichborn-Verlag, Link zur Verlagsseite

Meine Meinung: „Buchpremiere mit Donna Tartt in New York“ kann man in der Vorschau lesen. Da Donna Tartt zu meinen Lieblingsschriftstellerinnen gehört bin ich auf die ersten Reaktionen zu diesem Buch gespannt. Es hört sich auf jeden Fall nach einem spannenden Krimi an.

 

Omar El Akkad: American War

Klappentext: „»American War« – das Buch der Stunde. »Ein gewaltiger Roman«, schreibt die renommierteste Literaturkritikerin der USA, Michiko Kakutani. Ein Roman über den nächsten amerikanischen Bürgerkrieg und das dramatische Schicksal einer Familie. Was wird sein, wenn die erschütternde Realität der Gegenwart – Drohnenangriffe, Folter, Selbstmordattentate und die Folgen von Umweltkatastrophen – mit aller Gewalt in die USA zurückkehrt? Vor diesem Hintergrund entfaltet Omar El Akkad mit großer erzählerischer Kraft den dramatischen Kampf der jungen Sarat Chestnut, die beschließt, mit allen Mitteln für das Überleben zu kämpfen. »American War« ist in den USA ein literarisches Ereignis, das schon jetzt mit Cormac McCarthy »Die Straße« und Philip Roth »Verschwörung gegen Amerika« verglichen wird.“ Erschienen am 27.07.2017, Verlag S. Fischer, Link zur Verlagsseite

Meine Meinung: Verlagsvorschauen und Klappentexte sparen ja meistens nicht mit Superlativen. Wenn dann mit literarischen Schwergewichten wie Cormac McCarthy und Philip Roth geworben wird muss der Verlag schon sehr von der Qualität überzeugt sein. Ich bin gespannt, wie die ersten Reaktionen zu diesem Buch ausfallen.

Brian K. Vaughan: Paper Girls 2 (Comic)

Klappentext: „In den frühen Morgenstunden an Halloween 1988 machen sich vier 12-jährige Mädchen mit ihren Fahrrädern auf, um die Zeitung auszutragen. Dabei geraten sie in das größte Abenteuer ihres Lebens. Denn in ihrer spießigen Vorstadt findet eine Alien-Invasion statt, von der niemand außer ihnen etwas mitbekommt. Vorstadt-Drama trifft auf überirdische Mysterien in dieser Hit-Serie rund um Nostalgie, den ersten Job und die letzten Tage der Kindheit.“ Erschienen am 31.07.2017, Cross-Cult Verlag, Link zur Verlagsseite

Meine Meinung: Band 1 der in den achtziger Jahren angesiedeleten Mystery-/Horrorserie konnte mich überzeugen, endet jedoch mit einem üblen Cliffhanger. Für alle Fans von Fernsehserien wie Stranger Things und Teenager der achtziger Jahre unbedingt zu empfehlen.

 

Hari Kunzru: White Tears

Klappentext: „Seth und Carter sind Musikproduzenten in New York. Tagtäglich streift Seth auf der Suche nach neuen Tönen durch die Stadt. Dabei nimmt er am Washington Square Park zufällig eine unbekannte Stimme auf, die für wenige Augenblicke einen Blues-Song intoniert. Im Studio säubert er die Tonspur der Aufnahme und sampelt sie mit anderen Tonfragmenten. Aus Spaß schreibt Carter das Stück dem fiktiven Interpreten Charlie Shaw zu und stellt es mit dem Hinweis, die Aufnahme stamme aus dem Jahr 1928, ins Netz. Unter Sammlern alter Bluesplatten wird der Song im Nu zu einer viralen Sensation. Doch dann werden Carter und Seth von einem Mann kontaktiert, der behauptet, Charlie Shaw habe tatsächlich gelebt, und kurze Zeit später wird Carter von Unbekannten auf offener Straße angegriffen und schwer verletzt. Während er im Koma liegt, macht sich Seth zusammen mit Carters Schwester Leonie auf den Weg in den tiefen Süden der USA, um dort dem Geheimnis des vermeintlich fiktiven Songs auf die Spur zu kommen. Es wird eine Reise in die Vergangenheit, wo der Tod allgegenwärtig ist …“ Erschienen am 26.06.017, Liebeskind-Verlag, Link zur Verlagsseite

Meine Meinung: Der kleine, aber feine Liebeskind-Verlag entdeckt immer wieder literarische Perlen, ein Blick in das Verlagsprogramm lohnt sich dort fast immer. Kürzlich habe ich vom selben Verlag „Die himmlische Tafel“ von Donald Ray Pollock beendet, ein starker Roman, der dieses Jahr mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet wurde.  Wem „Vintage“ aus dem diogenes-Verlag gefällt (sh. oben) dürfte wohl auch an diesem Buch Freude haben. Ich bin gespannt.

Ingrid Noll: Halali

Klappentext: „Natürlich sind Karin und Holda auf Männerjagd, schließlich wollen sie nicht alleine bleiben. Doch auch auf sie wird Jagd gemacht: Eine ganz besondere Sorte Romeos ist im Bonn der Nachkriegszeit im Einsatz. ›Halali‹ – das Sekretärinnendasein wird zum Abenteuer, der graue Alltag ist vorbei. Wehe dem, der ins Visier gerät.  –  Karin und Holda sind Kolleginnen und teilen sich das Büro. Vor allem aber verbringen die beiden ihre Freizeit miteinander und teilen ihre Geheimnisse bei der Suche nach dem richtigen Mann. Gerade ist Bonn Hauptstadt geworden, und im Innenministerium gibt es viel zu tun, nicht nur im Vorzimmer, sondern auch in der Dunkelkammer. Ihr Alltag wird immer spannender – und immer gefährlicher: Schon bald haben sie es nicht nur mit toten Briefkästen, sondern auch mit toten Agenten zu tun. Manchmal hilft nur noch Gegenspionage, um die eigene Haut zu retten. Halali ist eine originelle Mischung aus Kriminalkomödie und Agentenroman. Die große Politik trifft auf die Sehnsucht nach dem kleinen Glück.“ Erschienen am 26.07.2017, Diogenes-Verlag, Link zur Verlagsseite

Meine Meinung: Lange habe ich keinen Roman mehr von Ingrid Noll gelesen, doch ihre ersten Romane haben mich damals begeistert. Mit dem Blick auf die jüngere deutsche Geschichte hört sich das Buch nach einem interessanten Titel an. Werde ich auf jeden Fall im Auge behalten.

Sinclair Lewis: Babbitt

Klappentext: „Sinclair Lewis ist der Chronist der US-amerikanischen Mittelschicht. Den Zwang zu Konsum und Konformismus, die Pervertierung des Amerikanischen Traums hat niemand so prägnant und dabei so amüsant beschrieben wie der Nobelpreisträger. Sein berühmter Roman „Babbitt“ ergründet die Seele eines Mannes, dessen kapitalistische Überzeugungen Risse bekommen.

In seinem ereignislosen, durchschnittlichen Kleinstadtleben hat der Immobilienmakler George F. Babbitt sich recht bequem eingerichtet. Seine drei Kinder sind wohlgeraten, wenn sie auch meist nicht auf ihn hören; mit seiner Frau verbinden ihn liebgewonnene Gewohnheiten. Sein ganzes Streben ist auf gesellschaftliche Anerkennung und wirtschaftlichen Aufstieg gerichtet. Bis ihm eines Tages bewusst wird, dass er all dies so nie gewollt hat, und einen Ausbruchsversuch wagt. Mit feinem Spott, ironischem Witz und stets voller Sympathie für den charakterschwachen Protagonisten erzählt der Roman, wie Babbitt sein rebellisches Selbst wiederentdeckt.“ Erscheint am 02.10.2017, Manesse-Verlag, Link zur Verlagsseite

Meine Meinung: Auf diese Neuauflage des amerikanischen Klassikers bin ich aus mehereren Gründen besonders gespannt. Zum einen ist derzeit alles interessant, was mir hilft, die derzeitigen politischen Verhältnisse in Amerika zu verstehen. Da scheint mir dieses Buch, trotz seines Alters, hochaktuell. Zum Anderen ist dieser Titel ein Teil des Relaunch der traditionsreichen Manesse Bibliothek der Weltliteratur. Zusammen mit drei weiteren Titeln präsentiert sich die Neuauflage jetzt in einem moderneren Design. Ich bin gespannt, ob es damit gelingt neue Leser für diese Klassiker zu begeistern (gleichzeitig erscheinen noch in der neuen Aussttung: Shelley: Frankenstein, Blixen: Jenseits von Afrika, Jerome: Drei Mann in einem Boot). Zu wünschen wäre es ihnen.

James Lee Burke: Flamingo

Klappentext: „Der Albtraum eines jeden Polizisten: Als Dave Robicheaux zwei Mörder in den Todestrakt eines Staatsgefängnisses von Loui­siana überführen soll, gelingt den beiden die Flucht. Dave wird dabei schwer verwundet und sein Partner erschossen. Das Verlangen nach Vergeltung und der unbändige Wille, sich zu rehabilitieren, treiben Dave aus der Idylle der Bayous in die Schattenwelt von New Orleans. Um die Verantwortlichen zu finden, lässt er sich auf einen gefährlichen Undercover-Auftrag ein, der ihn mitten in das Zentrum des organisierten Verbrechens katapultiert.“ Erscheint am 28.08.2017, Pendragon-Verlag, Link zur Verlagsseite

Meine Meinung: Mit den Romanen um den amerikanischen Ermittler Dave Robicheaux liefert James Lee Burke eine beeindruckende Krimi-Reihe ab, die mittlerweile aus 20 Bänden besteht und erst in den letzten Jahren in Deutschland wieder entdeckt wird. Spannend, toll erzählt und mit einem besonderen Blick auf die politischen Verhältnisse – mittlerweile kein wirklicher Geheimtipp mehr, trotzdem oder gerade deshalb unbedingt zu empfehlen. „Flamingo“ ist der vierte Band der Reihe.

Gustave Flaubert: Drei Geschichten

Klappentext: „1877 veröffentlicht Gustave Flaubert in Frankreich sein letztes Buch, an dem er drei Jahrzehnte gearbeitet hat, und für viele ist es sein vollkommenstes Werk. Félicité, die Magd, die ein „schlichtes Herz“ voller Hingabe und Liebe an die anderen verschenkt, zuletzt an Flauberts berühmten Papagei; Julian, der seine Eltern ermordet und doch ein Heiliger wird; Salome, die tanzt, bis sie den Kopf Johannes‘ des Täufers bekommt – das sind drei unvergessliche Gestalten, drei ganze Leben auf wenigen Seiten. Niemals hat Flaubert so kraftvoll erzählt und dabei so gelassen und einfühlend. Fünf Jahre nach ihrer gefeierten Neuübersetzung der „Madame Bovary“ legt Elisabeth Edl auch diese „Drei Geschichten“ vor, eines der schönsten Bücher der französischen Literatur.“ Erscheint am 21.08.2017, Hanser Verlag, Link zur Verlagsseite

Meine Meinung: Mit großem Interesse verfolge ich immer die Neuerscheinungen der Hanser-Klassiker-Reihe. Sorgfältige Neuübersetzungen bekannter (und manchmal auch weniger bekannter) Werke der Weltlitertur, dazu eine sehr schöne und wertige Ausstattung zeichnen diese Reihe aus. Auch dieser Band wird wohl wieder auf meinem Wunschzettel landen.

So, das war Teil 1 meiner Herbstvorschau, Teil 2 folgt in den nächsten Tagen. Vielleicht war ja ein Buchtipp für euch dabei? Lasst mir gerne Kommentare da. Merken

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8 Comments

  • Reply Sonja Béland 3. August 2017 at 19:07

    Hallo Thomas,

    Da sind einige interessante Bücher dabei. Auf H. P. Lovecraft habe ich auch ein Auge geworfen und das Cover von Sarah Perry ist richtig schön, muss ich mir auch merken. Mit den hypes geht es dir wie mir, auf den Ferrante Zug konnte ich deswegen auch noch nicht aufspringen, die müssen auch bei mir noch warten.

    LG Sonja Béland

    • Reply Thomas 3. August 2017 at 21:41

      Hallo Sonja,
      ich liebe ja diese schön gestalteten Prachtbände, da muss der Lovecraft einfach auf die Wunschliste 😉 Den Ferrante-Hype habe ich so halb mitgemacht, da ich die ersten beiden Bände in der Familie verschenkt habe, so kann ich sie also auch bald lesen.
      Liebe Grüße
      Thomas

  • Reply Philly Biblio 3. August 2017 at 20:02

    Ich liebäugel auch schon mit der Lovecraft-Prachtausgabe, und auf „Nighthawks“ bin ich sehr gespannt, ich mag Hoppers Bilder sehr!

    Die Fortsetzung der Zeitungsmädchen ist inzwischen auch bei mir eingezogen, da werde ich wohl heute Abend noch reinlesen. Wie gut, dass es in diesem Jahr noch ein weiteres Mal Nachschub geben wird. Und auch bei den Stranger Things geht es ja zum Glück im Herbst weiter! 🙂

    Zu Burke brauche ich ja nichts weiter sagen, tihi, und ich überlege auch noch, mir „White Tears“ zuzulegen. Da wartet wirklich jede Menge Material auf uns, der Herbst kann kommen!

    Liebe Grüße!

    • Reply Thomas 3. August 2017 at 21:46

      Hallo Philliy!
      Der Nighthawks-Band müsste für dich als Krimi-Expertin ja passend sein, Lawrence Block ist ja ein Krimi-Urgestein. Ich bin gespannt, in welche Richtung sich die Paper Girls entwickeln. Band 1 hat ja viele Fragen offen gelassen. Auf jeden Fall eine klasse Story, sehr schön umgesetzt. Und bei Burke kann ich jetzt zu der Robicheaux-Reihe in die allgemeine Lobhudelei einstimmen. Band 1 war klasse, ich hoffe, die fehlenden Titel erscheinen künftig in der richtigen Reihenfolge.
      Liebe Grüße
      Thomas

      • Reply WortGestalt 4. August 2017 at 19:02

        Ich bin ja nun auch mit dem zweiten Band durch und wieder sehr beglückt. 🙂

        Die beiden Burkes, die dieses Jahr noch erscheinen werden, sind auf jeden Fall in der richtigen Reihenfolge, „Flamingo“ ist Band Nummer 4, „Weißes Leuchten“ Band Nummer 5, Band 7 ist ja bereist erhältlich („Mississippi Jam“). Es schaut also richtig gut aus für die Zukunft! Ich denke mir auch, dass es da vermutlich nicht immer so einfach ist was die Planung und die Rechte/Lizenzen/Übersetzungen angeht, wie wir Leser das gerne hätten, auch wenn ich mich natürlich auch immer über durcheinandergewürfelte Veröffentlichungsmodi ärgere, wie es ja auch beim Polar Verlag und der Detective-Brant-Reihe von Ken Bruen gerade der Fall ist. Aber gut, ich sammel dann immer erstmal und irgendwann hat man es dann hoffentlich komplett. 😀

        Liebe Grüße!

  • Reply Janina 4. August 2017 at 16:00

    „Die Schlange von Essex“ und „American War“ stehen definitiv in diesem Herbst auch auf meiner Liste. Ich habe schon einiges Gutes über ersteres gehört und bin gespannt! Ich versuche meine Erwartungen klein zu halten, sodass ich eher positiv überrascht bin, wenn ich es liebe. (Was mir ziemlich schwer fällt angesichts des Covers und dem Lob, das mir zu Ohren gekommen ist.) Mit Whitehead’s Buch liebäugele ich auch schon die ganze Zeit. Wir werden sehen! Happy reading weiterhin! 🙂

    • Reply Thomas 6. August 2017 at 11:52

      Hallo Janina,
      dann berichte mal, wie dir die Schlange gefallen hat, da bin ich ja noch etwas unschlüssig 😉 „American War“ möchte ich auf jeden Fall lesen und von Colson Whitehead wird man in nächster Zeit bestimmt noch einiges hören. Danke für den Besuch und liebe Grüße
      Thomas

    • Reply Thomas 6. August 2017 at 11:55

      @Philly: Geht mir auch so, „Mississipi Jam“ und „Sturm über New Orleans“ liegen schon bereit, ich lese aber lieber in der richtigen Reihenfolge, aber es scheint ja jetzt bei Pendragon recht zügig mit den Neuveröffentlichungen weiterzugehen – und es ist ja nicht so, dass wir keinen Lesestoff mehr hätten 😉
      LG
      Thomas

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